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Hilfsprojekt auf Sri Lanka

Ilavalai

Die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) in Brühl-Heide nahm 1982 Kontakt zum Waisenhaus „R. C. Girls' home“ in Ilavalai auf. Seit Gründung des Vereins „Hilfe für die Dritte Welt Brühl-Ville e. V.“ wird Sr. Brigitte auch vom Verein finanziell unterstützt. Von staatlicher Seite erhält Sr. Brigitte keine finanzielle Unterstützung, so dass sie auf Spenden angewiesen ist.

 

Ilavalai liegt bei Jaffna am nördlichen Zipfel von Sri Lanka. Die 80-jährige Schwester Brigitte leitet dort seit 1983 den „Holy Family Convent“ und das Waisenhaus mit einigen Mitschwestern.

Etwa 80 Mädchen leben derzeit dort. Die meisten sind christlich. Aufgenommen sind auch einige Hindu-Mädchen. Wie selbstverständlich kümmern sich die älteren Mädchen um die jüngeren.

Alltag

Waisen, Halbwaisen und verstoßene Mädchen erhalten hier Nahrung, Kleidung, medizinische Versorgung, sowie eine Schul- und Berufsausbildung. Besonders der Erwerb der englischen Sprache ist Schwester Brigitte wichtig.


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Die Engpässe in der Lebensmittelversorgung bestimmen den Alltag. Je nach Verkehrsverbindungen sind Lebensmittel schwer zu beschaffen und sehr teuer. Fleisch und Fisch gibt es nur selten. Gemüse, das im eigenen Garten angebaut wird, und Reis und sind tägliche Nahrungsgrundlage.

Theateraufführungen, Spiel- und Sprach-Wettbewerbe und Feste prägen den Jahresverlauf.

Nach ihrer Zeit im Waisenhaus heiraten viele Mädchen oder besuchen die Universität Jaffna.

 

Politische Situation

Seit 25 Jahren ist der Ort von der Umgebung weitgehend abgeschnitten. Es gibt keine Eisenbahnverbindung und nur gelegentlich Schiffsverbindungen. Die einzige Straße zum Landesinneren war in einem Abschnitt viele Jahre gesperrt durch die Selbstverwaltung der Tamilen.

Manchmal müssen die Kinder in die Hauptstadt Colombo gebracht werden, weil in der näheren Umgebung keine entsprechende ärztliche Versorgung möglich ist.

Auch wenn Ilavalai nicht im umkämpften Gebiet liegt, leben die Kinder in ständiger Unsicherheit wegen des anhaltenden Bürgerkrieges und in Angst um ihre Verwandten in den umkämpften Gebieten. Sie alle haben Hoffnung auf ein Leben in Frieden und Sicherheit. Jedoch ist ungewiss, ob die Tamilen zukünftig von der Regierung akzeptiert werden.

 

Unterstützung

Durch Spenden wurde 1989 ein Neubau als Projekt des Kindermissionswerks ermöglicht. Aufgrund des Krieges verzögerte sich die Fertigstellung im Jahr 2000. Der Rohbau mit seinen Gängen diente den Mädchen jedoch als sicherer Unterschlupf im Krieg. Die Spenden der letzten Jahre wurden für Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs eingesetzt. Dank des Engagements von Sr. Brigitte und der Unterstützung aus Brühl können die etwa 80 Kinder im Waisenhaus versorgt werden.


 

Die Spenden des Vereins und zweckgebundene Einzelspenden werden stets über das Kindermissionswerk Aachen geleitet und dort prozentual aufgestockt. Es entstehen keine Gebühren und es wird gewährleistet, dass die Spendengelder jederzeit für Schwester Brigitte abrufbereit sind.

Sie bestätigt den Eingang jeder Spendenüberweisung zusätzlich schriftlich und verfasst jährlich einen Bericht für das Kindermissionswerk, die kfd in Brühl-Heide und den Verein. Aufgrund der fehlenden staatlichen Unterstützung sind Schwester Brigitte und ihr Orden auf die Unterstützung aus Brühl angewiesen. Johanna Weidner aus Brühl steht in engem, regelmäßigen Kontakt zu Schwester Brigitte.

 

Informationen über die Tamilen in Sri Lanka
www.lankasrinews.com

Informationen über das Kindermissionswerk
www.kindermissionswerk.de